Möchten Sie zur Seite für Mobilgeräte wechseln ? JaNein
110_11368_1
Rademacher_informiert_1551268748.jpg
Anzeige
Topthema: Smart Home per Sprache steuern Rademacher HomePilot

Wie einfach Smart Home-Systeme via Sprache zu steuern sind, zeigen wir anhand des HomePilot der Firma Rademacher, mit dem sowohl eine Steuerung mittels Alexa als auch mit Google Assistant möglich ist.

>> Mehr erfahren
News Kategorie: Service
Service

Der Weg zu meinem Smart Home

14.03.2019 14:39 Uhr von Dirk Weyel

Das Thema „Smart Home“ ist in aller Munde. Genau aus diesem Grund hat sich der in Berlin ansässige Bundesverband SmartHome Initiative Deutschland e. V. gegründet und es sich zur Aufgabe gemacht, den Erfahrungsaustausch aller Teilnehmer aus Forschung, Entwicklung, Industrie, Großhandel, Fachhandel, Handwerk, Versorgern, Wohnungs- und Sozialwirtschaft, Planern und Architekten zu vereinen. In Digital Home stellt der Bundesverband SmartHome Initiative Deutschland e. V. verschiedene Smart-Home-Technologien und -Lösungen vor.

Auf dem Weg zum smarten Zuhause muss grundsätzlich unterschieden werden ob der Bestand smart nachgerüstet werden, oder gleich smart neu gebaut werden soll. Wer zur Miete wohnt, wird an einer technischen Umsetzung interessiert sein, die ohne Umbaumaßnahmen funktioniert. Bei der Planung eines Neubaus sollte vor allem an die Zukunft gedacht werden – „Sie bauen nicht für jetzt, sondern für das Wohnen in 10, 20, 30 Jahren“, sagt der Geschäftsführer der SmartHome Initiative Deutschland, Alexander Schneider- Schaper. „Denken Sie daran, dass Sie in Ihrem Haus alt werden wollen. Planen Sie von vornherein Assistenzsysteme und sehen Sie Plätze für ausreichend Stromversorgung vor. Eine sinnvolle Platzierung von genug Steckdosen kann manchmal smarter sein als die tatsächliche SmartHome-Technik.“ Wir stellen uns jetzt vor, dass Sie die Entscheidung „pro Smart Home“ getroffen haben, ansonsten aber vor einem leeren Wunschzettel sitzen. Dafür geben wir Ihnen im Folgenden eine Checkliste an die Hand, mit deren Hilfe Sie den Weg zu Ihrem Smart Home skizzieren können.

Grundsätzliche Vorüberlegungen:

Welche smarten Funktionen möchte ich eigentlich in meiner Wohnung/in meinem Haus haben? Soll das Licht automatisch an- und ausgehen, die Jalousie, soll der Garten automatisch bewässert werden können ...? Was ist das Ziel meines Smart Homes? Geht es mir darum, Energie zu sparen, um mehr Sicherheit, um Komfort? Welches Bedürfnis steht im Zentrum? Soll mein Heim nach und nach immer smarter werden können? Kann ich mir vorstellen, erstmal ein klein wenig smart anzufangen und nach Bedarf, Lust und Begeisterung nach und nach smarter zu werden? Geht es mir „lediglich“ darum, die Elektrotechnik in meinem Heim zu vernetzen? Oder sollen alle Gewerke eingebunden werden, also z. B. auch Bewässerung und Entertainmentsystem? Möchte ich (perspektivisch) Sprach- und Gestensteuerung nutzen können? (Tipp: Diese Funktionen auf keinen Fall als Spinnerei abtun, sie werden zunehmend an Bedeutung gewinnen!)

Speziell zum Thema Neubau/Haus:

Wer von vornherein smart bauen will, sollte vorausplanen: Denken Sie an die entsprechende Infrastruktur Ihres Gebäudes, also auch an Netzwerkverkabelung, entsprechende Schaltflächen und lassen Sie sich alle Möglichkeiten zur Nachrüstung offen. Wenn Sie dann immer smarter werden wollen, können Sie auf bereits bestehende Infrastruktur (Verkabelung) zurückgreifen und müssen nichts mehr aufreißen. Denken Sie vernetzt. Planen Sie Ihr Haus nach dem, was Sie sich an Funktionen irgendwann maximal in der Zukunft vorstellen können, zum Beispiel im Alter.

Die Suche nach dem richtigen System

Worauf ist zu achten in Sachen Modularität/ Zukunftsfähigkeit? Ist das System mit vielen auf dem Markt verbreiteten Anbietern, Komponenten und Systemen wie z. B. Sonos, Netatmo, Amazon Echo, Google Home, Bewässerungssystemen, Zutrittskontrollsystemen, Netzwerkkameras, Tür- und Torantrieben kompatibel? Recherchieren Sie selbst: Wie lange ist der Anbieter bereits auf dem Markt? Ist der Anbieter in ein Partnernetzwerk eingebettet? Zeigt er sich also Partnerschaften gegenüber offen? Dieser Punkt ist besonders wichtig: An irgendeinem Punkt sollten Sie sich für ein System/einen Anbieter entscheiden – so wie Sie etwa beim Autokauf auch eine Entscheidung für Opel oder BMW treffen müssen. Also sollte das System / der Anbieter Ihrer Wahl die Funktionen sicher abdecken, die Ihren wichtig sind. Tipp: Fragen Sie sicherheitshalber nochmal konkret beim Vertriebspartner nach und lassen Sie sich die Kompatibilität bestimmter Systeme bestätigen. Zwei Logos nebeneinander heißen oft leider noch nicht, dass es am Ende auch zusammen funktioniert. Dieser Punkt zeigt am Ende, wie zukunftsfähig ein System ist. Kompatibilität ist ein absolutes K.O.-Kriterium. Arbeitet das System/der Anbieter mit Fachbetrieben zusammen, die für vernetzte Gebäudetechnik zertifiziert sind? Habe ich also einen kompetenten Ansprechpartner in der Nähe?

Die Sicherheit Ihrer Daten: Worauf ist zu achten?

Hinterfragen Sie das Thema Datensicherheit genau: Werden meine Daten gesammelt? Welche Daten werden genau gesammelt? Wo und wie lange werden meine gesammelten Daten gespeichert? Steht der Server in Deutschland? Wenn es eine Cloudlösung ist: Handelt es sich um eine Trusted Cloud? Hat auch mein Ansprechpartner professionelle Kenntnisse im Bereich Datensicherheit?

Kostenplanung

Wie teuer ist es, die Wohnung smart zu machen?

Für die „Versmartung“ einer 2,5- bis 3-Zimmer- Wohnung sollte man für die Hardware rund 2.500 Euro veranschlagen und für den Fachbetrieb für Installation und Konfiguration noch mal etwa 1.000 Euro einplanen. Dann sollte der Grundstein für ein solides System gelegt sein, das nachhaltig und sicher betrieben werden kann.

Wie sieht das Ganze beim Thema Neubau/Haus aus?

Die SmartHome Initiative hat bei einigen ihrer Mitgliedsfirmen Preise eingeholt; auf dieser Basis lässt sich als Größenordnung Folgendes sagen: Für Beleuchtung und Beschattung können ca. 4.000 Euro aufgerufen werden, Alarm- und Sicherheitsanlagen starten bei etwa 1.500 Euro. Bei sternförmiger Verkabelung muss für die Elektrik ein Aufpreis von etwa 4.000 Euro kalkuliert werden. Wichtig ist es hier aber zu wissen, dass sich smarte Installationen durchaus auch mit einer Standard-Verkabelung realisieren lassen! Sollen gleich umfangreichere Logiken programmiert werden, wird es entsprechend teurer und es sollten noch mal bis zu 1.500 Euro kalkuliert werden. Spezialisierte Unternehmen bieten mittlerweile entsprechende Smart-Home-Pakete an, die Aktorik und Sensorik für Beleuchtung und Beschattung und zentrale Funktionen wie „Haus aus“ und „Gute Nacht“ beinhalten; der Preis hierfür liegt z.B. bei knapp 3.000 Euro ohne Aufpreis bei der Elektrik.

Wer kann mich wie beraten? Von teuer bis günstig

Für große, teure Vorhaben sollten Sie sich an SmartHome-Systemintegratoren werden. Für Vorhaben mittlerer Größe bietet es sich an, spezialisierte SmartHome-Anbieter anzusprechen, diese bieten in der Regel eine Mischung aus Fachplanung und Systemeinrichtung an. Sie koordinieren die Gesamtleistung, planen vor, sodass ein Elektriker die Infrastruktur am Ende aufbauen kann. Auch kommen hier spezialisierte Elektrofachfirmen als Ansprechpartner in Frage. Für die Beratung bei kleineren, überschaubaren Vorhaben können Sie sich im Bereich Unterhaltungselektronik an den sogenannten UE-Fachhandel wenden, der das Thema SmartHome anbietet. Immer öfter können Sie sich an einen Fachpartner des Anbieters/Systems Ihrer Wahl wenden. Diese sollten in der Lage sein, Sie umfangreich zu beraten. Tipp: Sollten Sie hier einmal eine schlechte Erfahrung machen, empfiehlt es sich, diese Erfahrung an den Hauptanbieter zurückzumelden. So helfen Sie, die Qualität zu sichern und „schwarze Schafe“ zu reduzieren.

Neu im Shop:

Akustikelemente verbessern die Raumakustik

>> Mehr erfahren
Interessante Testportale:
  • www.heimwerker-test.de
  • www.hausgeraete-test.de
  • www.hifitest.de
Dirk Weyel
Autor Dirk Weyel
Kontakt E-Mail
Datum 14.03.2019, 14:39 Uhr