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Kategorie: Smart Home Alarmanlage

Einzeltest: Rademacher HomePilot


Smart-Home-System von Rademacher

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Immer mehr Hersteller erweitern ihr Portfolio um Smart-Home-Anwendungen. So auch der im Münsterland ansässige Rollladenund Garagentor- Spezialist Rademacher. Wir haben uns den „HomePilot“ zum Test kommen lassen.

Herzstück des Smart-Home-Pakets von Rademacher ist die HomePilot-Zentrale, welche in Verbindung mit weiteren Sensoren zu einem Smart Home ausgebaut werden kann und mittels mitgeliefertem Netzwerkkabel zunächst mit dem heimischen Router verbunden wird. Dieser vergibt nun in der Regel automatisch eine freie IP-Adresse. Damit der HomePilot mit anderen Komponenten kommunizieren kann, muss man zunächst noch den mitgelieferten USB-Stick einstecken. Anders als bei vielen anderen Smart-Home-Systemen findet die Konfiguration des HomePilots komplett über eine Weboberfläche statt. Nach Eingabe der URL auf unserem Laptop ist das Hauptmenü zu sehen, welches in einem Fenster auf der rechten Seite zunächst signalisiert, dass eine neue Firmware bereitsteht.     

Bis zu 100 Sensoren


Während die Zentrale mit neuer Betriebssoftware ausgestattet wird, schauen wir uns die einzelnen zum Test zur Verfügung gestellten Sensoren schon einmal an. Unser Testaufbau wurde mit einem Zwischenstecker, Heizkörperstellantrieb, Tür/Fenstersensor und einer HD-Innenkamera gemacht. Alle Rademacher-Komponenten nehmen über das drahtlose DuoFern-Funkprotokoll Verbindung zur HomePilot-Zentrale auf und müssen einmalig angemeldet und mit Regeln versehen werden. An der Zentrale lassen sich bis zu 100 verschiedene Komponenten anmelden. Dies können beispielsweise eine Netzwerkkamera, Rollladensteuerung oder Schaltaktoren für Licht und Verbraucher sein. Da das Rademacher- System auf die eigens entwickelte DuoFern-Technik setzt, können ausschließlich Komponenten von Rademacher verwendet werden. Alle DuoFern-Komponenten fungieren gleichzeitig als Router und ermöglichen somit eine nahezu störungsfreie funkbasierte Kommunikation.     


Individuelle Steuerung


Nachdem die Zentrale neu gestartet ist, können wir nun die einzelnen Sensoren anmelden. Hierzu drückt man in der Regel einen „Anlernknopf“ und lässt gleichzeitig die HomePilot- Zentrale nach verfügbaren Komponenten suchen. Innerhalb unseres Praxistests funktionierte dies auf Anhieb. Die gefundenen Sensoren, wie z. B der Zwischenstecker, können nun namentlich z. B. mit einem Raumnamen versehen werden. Anschließend können sie mit bestimmten „Regeln“ versehen werden, welche z. B. den Zwischenstecker, in den man eine Lampe eingesteckt hat, zu einer bestimmten Zeit einschaltet. Die Menüoberfläche ist sehr intuitiv und übersichtlich. Zusätzlich zum Webinterface lässt sich das System auch über eine kostenfreie App oder per Sprachbefehl, z. B. mit Alexa bedienen. Die Konfiguration kann neben dem lokalen Netzwerk auch über einen persönlichen Zugangsaccount auf der Rademacher- Homepage erfolgen. Eine Benachrichtigungsfunktion, z. B. via Pushnachricht, ist derzeit via App noch nicht möglich. Bereits jetzt kann man sich aber via E-Mail (Google Mail, GMX und Web.de) informieren lassen. Um das Geschehen zu Hause auch unterwegs per Webseite oder via App im Blick zu haben, setzt Rademacher auf den kostenfreien Fernzugriffs- Dienst „WR Connect“. Hierüber kann man sich neben der Konfiguration per Webbrowser beispielsweise via App das aktuelle Kamerabild anschauen oder die Komponenten ein- und ausschalten. Während die Verbindung zwischen Smartphone-App und HomePilot durch ein Nutzerkonto gesichert ist, ist das Aufrufen des Webinterfaces im Heimnetzwerk derzeit nicht passwortgeschützt. Wer sich also im heimischen WLAN befindet (oder einhackt), kann sämtliche Konfi gurationen und Einstellungen des Rademacher-Smart-Home-Systems ändern. Hier sollte der Hersteller dringend eine Passworteingabe integrieren.  

Fazit

Wer bereits eine Rollladen- oder Garagentorsteuerung von Rademacher hat, kann diese ganz bequem über den HomePilot steuern. Die Smart-Home-Zentrale erlaubt zusätzlich die Einbindung von bis zu 100 weiteren Sensoren und das Anlegen von Regeln. Auch das Kontrollieren via App von unterwegs ist möglich. Da Rademacher auf ein eigenes Funkübertragungssystem setzt, ist man jedoch an die Komponenten des Herstellers gebunden.

Preis: um 300 Euro

Ganze Bewertung anzeigen
Rademacher HomePilot

Oberklasse

4.0 von 5 Sternen

-

Bewertung 
Funktion: 60%

Bedienung 20%

Ausstattung: 20%

Ausstattung & technische Daten 
Preis (in Euro): um 300 Euro 
Vertrieb: Rademacher, Rhede 
Hotline: 02872 9330 
Internet: www.rademacher.de 
Ausstattung:
* LAN, 4 USB, SD-Kartenslot, WLAN 
* DuoFern-Funkprotokoll, Konfi guration über Webbrowser, Steuerung über iOS- und Android-App und Sprache, Benachrichtigung per Mail 
* Abmessungen (B x H x T in mm) 152 x 45 x 152 
* Einzelpreise der Komponenten (Auswahl): Zwischenstecker 9472: um 70 Euro; Heizkörperstellantrieb: um 80 Euro; Fenster/Türkontakt: um 70 Euro; HD Kamera (Innen) 9486: um 200 Euro; 
+ bis zu 100 Sensoren möglich 
+ Steuerung via App und Sprachbefehl 
+/- – keine Passwortabfrage im Heimnetzwerk 
Klasse: Oberklasse 
Preis/Leistung: sehr gut 
Neu im Shop:

"Vinyl Sounds Better" Basecap. Zwei Farben zur Auswahl.

>> Mehr erfahren
Interessante Testportale:
  • www.heimwerker-test.de
  • www.hausgeraete-test.de
  • www.hifitest.de
Dirk Weyel
Autor Dirk Weyel
Kontakt E-Mail
Datum 18.10.2018, 17:05 Uhr